Donnerstag, 7. Dezember 2017

Das Weihnachtsrauschen





Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot des Delikatessen-Papstes Ralf Bos ausging, dass alle Welt sich am Genuss erfreue. Da machte sich auch auf Saskia Bos sowie das gesamte BOSFOOD-Team um ihn dabei zu unterstützen. Das Ergebnis – ein nicht alltäglicher Adventskalender.

Wer den renommierten Fachbuchautor und Inhaber von BOSFOOD kennt weiß, bei und mit Ralf Bos geht es selten gewöhnlich zu. Seit drei Jahren wächst die Fangemeinde seines Adventskalenders kontinuierlich und spätestens ab September hört er immer wieder die Frage „Ihr macht doch dieses Jahr wieder einen Adventskalender, oder?“ Natürlich machen sie und jeden Morgen um sieben Uhr öffnet sich eine neue Adventskalendertür. Mit zunehmender Anzahl der geöffneten Türchen wächst auch häufig das Mitleid. Ok, nicht wirklich. Frei nach dem rheinischen Motto „Dat größte Leid is dat, wat der Mensch sich selbst an deid“ amüsieren sich mittlerweile jeden Tag mehr als 50.000 Zuschauer weltweit via Facebook oder YouTube in der Adventszeit über dieses Schauspiel. Für alle die, die die jährlich wiederkehrende Serie „Last advent“ noch nicht kennen, hier eine kurze Vorstellung der Hauptdarsteller sowie der Abhandlung:  
Ralf Bos, ihr habt ja oben schon gelesen wer er ist. Außerdem ist er einschlägig bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen. Saskia Bos, seine jüngste Tochter, tapfer ihm zur Seite stehend sowie ein enger Freund der Familie. Im Gegensatz zu anderen Freunden rettet er allerdings nicht was zu retten ist, sondern sorgt manches Mal für noch mehr Turbulenzen.  
Die Handlung, eine Sitcom deren 24 Abhandlungen an einem einzigen Tag abgedreht wurden. Die unerkannten Statisten – Alkohol. Die einzelnen Folgen werden so ins Netz gestellt, wie sie aufgenommen wurden. Ungeschnitten, ohne Textvorgabe ohne Drehbuch.  Der Sinn - den Zuschauern eine Freude machen. Ich finde, ehrenhaft. 
Außerdem wird der Zuschauer zum Mitmachen eingeladen. Die Frage, was sich als Getränk im Glas befindet muss richtig beantwortet und in einem Kommentar unter die jeweilige Folge geschrieben werden. Hier sieht das Drehbuch vor, dass die Teilnehmer an diesem Spiel in eigenen Worten die Lösung wiedergeben. (Anm. der Redaktion: Es lohnt sich machen Kommentar zu lesen!) „Lösung“ bedeutet natürlich es handelt sich nicht nur um einen, zunehmend der Anzahl der geöffneten Türchen, kurzweiligen und urkomischen Adventskalender, sondern es gibt auch täglich etwas zu gewinnen. Was? Werdet zu weihnachtlichen Detektiven und findet es selbst heraus. Kleiner Tipp von einem blonden Engel (Anm. der Redaktion: Die Schreiberin hat heute wieder einmal einen leichten Höhenflug…) schaut zum Beispiel auf https://www.facebook.com/BosFood/  nach. Dann seid ihr nah an der Lösung. Diese und auch die Gewinner werden übrigens immer am darauffolgenden Tag bekannt gegeben.

Mittwoch, 13. September 2017

"Betrunken flirten ist wie hungrig einkaufen gehen...





... Man kommt mit was nach Hause, was man eigentlich gar nicht haben wollte." Das ist nicht die einzige Erkenntnis mit der Ingo Konrads in seinem neuen Bühnenprogramm "Zwei Herzen und drei Viertele" die Zuhörer unterhält. Und das macht der, darf man dem Internet glauben, weltweit einzige hauptberufliche Wein-Comedian mehr als kurzweilig. Seit sechs Jahren steht der Tausendsassa als Entertainer auf der Bühne und präsentiert aktuell nun sein drittes Kabarettprogramm. Konrads erklärt den Unterschied zwischen Comedy und Kabarett so: Comedy macht man wegen dem Geld, Kabarett des Geldes wegen.

Ingo Konrads studierte Geschichte, Germanistik und Volkskunde in Bonn und absolvierte anschließend ein Volontariat beim Landschaftsverband Rheinland – Amt für rheinische Landeskunde und lebt heute in Oberwinter bei Bonn. Er schrieb und schreibt Bücher, Essays und Reportagen. Einer seiner vielbeachtesten Dokumentarfilme ist der Film über das Bierbrauen in Köln. (Anm. der Redaktion, ach, in Köln gibt es Bier???) 11 Jahre organisierte er wissenschaftliche Kongresse für u. a. die UNO, NASA und die Bundesregierung bevor er kurz vor einem Burnout stehend, ein Sabbatjahr nahm und ein Jahr im Kloster Himmerod in der Eifel verbrachte. Dort erkannte er, so kann es nicht weiter gehen und fasste den Entschluss sein Leben komplett zu ändern. Er wollte mehr Zeit mit seiner Familie, Ingo Konrads ist verheiratet und hat einen Sohn, verbringen. Er wollte leben, das Leben genießen können und dürfen. Es musste sich also etwas ändern. Er besann sich auf das, was bis dahin nur seine mehr als knapp bemessene Freizeit ausmachte. Er unterhielt gerne Menschen. Er liebte es sie zu entertainen. Er hat das, was einen richtigen Rheinländer ausmacht. Humor, Offenherzigkeit, das Herz am rechten Fleck – und auf der Zunge. Ebenso liebte er den Wein. Ingo verband seine beiden Vorlieben und wurde das, was er heute ist. Eine grandiose Bühnensau. In einer erheiterten Leichtigkeit kleidet er alltägliche, Wein betreffende, Erlebnisse in anspruchsvolle Worte. Niemals zu intellektuell, niemals zu niveaulos, niemals ohne den "Tränen in die Augen treibenden"-Witz. Manches Mal diesen intelligent versteckend, manches Mal schon vor der Pointe sich selbst vor Lachen schüttelnd. Das Publikum immer im Blick, abholend, so wie auch das Publikum ihn nicht alleine lässt. Ingo liebt den Wein. Lässt dieser doch so vieles zu. Nichts anderes repräsentiert eine Region, eine Landschaft so sehr wie Wein. In ihm erschmeckt man die regionaltypischen Böden, den Stil, die Sorten. Kultur. Religion. Auch diese erklärt er auschaulich anhand des Weines. Mit Wein kann man sich nicht nur der Region annähern, sondern auch zwischenmenschlich näher kommen. Zu letzterem hat Ingo Konrads übrigens auch die entsprechende Weinempfehlung. Älteren empfiehlt er den Grauburgunder, Schüchternen die Scheurebe. Ich muss ihn allerdings noch beim nächsten Zusammentreffen fragen, was denn schüchterne Ältere trinken sollten. Also nur, damit ich’s weiß… Also weil…  Also…  Ach egal. Zurück zu Ingo. 

Wenn man Ingo Konrads erlebt und das müsst ihr unbedingt mindestens einmal, erlebt man ihn immer mit einem grünen Schal. Ich habe ihn natürlich gefragt, warum DIESES grün. Er lachte und sagte, du, das war aus der Not heraus. Ich wollte ein Erkennungsmerkmal. So wie der rote Schal von Franz Müntefering. Das grün, er sieht an sich runter und dann wieder mich an, sah bei der Bestellung eigentlich anders aus. Und als der Schal dann kam, na ja, war es halt dieses grün. Ich hatte keine Zeit mehr umzutauschen, da ich an dem Abend einen Bühnenauftritt hatte. Jetzt ist dieser Schal, es gibt sechs von ihm, dieses grün, mein Erkennungsmerkmal.

Ingo Konrads sieht glücklich aus. Und das liegt sicherlich nicht nur am Schal.  

Tourdaten und weitere Infos zu Ingo Konrads findet ihr auf www.wein-comedy.de

Montag, 11. September 2017

Herbstzeit - Rotweinzeit





Der September ist ja mein absoluter Lieblingsmonat. Euer auch? Für die Genießer unter euch, müsste er es eigentlich sein. Die Sonne taucht die Natur in ein wunderbares Licht, das Blattwerk der Bäume strahlt in warmen, bunten Farben und verkündet den nahenden Herbst. Erntezeit, Jagdzeit, die Lese der Trauben sorgt dafür, dass wir in den nächsten Jahren durch den Genuss des Weines dieser Trauben an die Geschichte dieses Jahres erinnert werden. Es werden wunderbare sein. September. Abends ist es jetzt schon kühler, herbstlich. Da freue ich mich über ein Glas Rotwein im Glas. Heute ist es ein Südtiroler. Bei Südtirol denkt man zu schnell oder häufig nur an Weißweine. Ich sofort an die wunderbaren Gewürztraminer von dort. Ganz viel  über das Weinland Südtirol, die Größe, das Klima, die Böden könnt ihr auf www.laviavita.de unter „Vini Aldo Adige“ lesen.
 
Mein Rotwein im Glas ist ein 2014er Siebeneich von der Kellerei Terlan. 100% Merlot. 13,5% vol. Erstmals abgefüllt wurde er 1989, die Trauben wachsen in einer Höhe von 250 – 900 m. Bei einer Trinkreife von 4 Jahren, gerade die rechte Zeit für den 2014er Siebeneich Riserva. Ich bin gespannt. Dieser Jahrgang hatte es nicht leicht. Auch ältere Winzer aus der Gegend Terlan können sich kaum an einen Sommer mit so vielen Regentagen und Niederschlag, 1.151,8 mm und so wenigen Sonnenstunden, 1721, erinnern. Die Ernte war deshalb mit einem besonders hohen Zeitaufwand verbunden. Jede einzelne Traube wurde akribisch kontrolliert, angefaulte und beschädigte Beeren entfernt. Jetzt ist also genau dieser Rotwein, dieser Jahrgang in meinem Glas. Ein Duft nach getrockneten Pflaumen, Preiselbeeren sowie duftende Kräuter. Am Gaumen entfaltet sich dieser Merlot mit einer stabilen Tanninstruktur wunderbar und im Abgang zeigt er eine intensive Länge. Nase und Gaumen erfreuen sich nachhaltig. Dieser Südtiroler Rotwein wärmt meine Seele wie die letzten Sonnenstrahlen und er zeigt mir, dass ich häufiger, wenn ich an Südtirol denke, auch an Rotwein denken sollte.

Der Siebeneich von der Kellerei Terlan ist sicherlich eine perfekte Essensbegleitung zu geschmortem. Zum Beispiel Kanincheneintopf, Rehschulter oder Lamm mit entsprechenden Beilagen. Ich werde ihn jetzt aber zu einem wunderbaren Blaubeerrisotto und Rumpsteak genießen. Und auch dazu passt er.
    
Viele Informationen über das Gebiet Terlan und die Kellerei Terlan findet ihr unter www.kellerei-terlan.com Schaut mal rein!  

Mittwoch, 23. August 2017

JA zum MITTAGSWEIN!




Der Mittagswein. Oha. Da werde ich jetzt wahrscheinlich schräg von der Seite angesehen. Trinkt die schon mittags? Muss die nicht mehr arbeiten? Gedankliches Kopf schütteln, missbilligendes weg schauen. Ja, der Mittagswein. Längst ist er aus der Mode gekommen, fast schon verpönt der Genießer dieses Getränkes.  Die, die ihn trinken haben häufig das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen. Früher vollkommen normal, geht heute mit dem Verlust des Mittagsweins auch ein Stück Alltagskultur verloren.  Dieses Plädoyer für den Mittagswein ist kein Plädoyer für einen ungezügelten Missbrauch von Alkohol, sondern eins für die wunderbare Symbiose zwischen Wein und Essen. Eine kurze Affäre die nur einem dienen soll, den Moment der mittäglichen Nahrungsaufnahme in Perfektion zu genießen. Eine Liaison, die ich mit Freude eingehe. Bewusst genießend. Stilvoll. Der kultivierte Genuss des Mittagsweins ist eine ebensolche aussterbende Spezies wie dessen Begleiter. Dem Mittagsessen. Die geschürte Eile des Business Lunches, so nennt man das heute häufig, man ist ja always furchtbar busy. Manche, so entsteht bei mir allerdings der Eindruck nur, weil das schwer „en vogue“ ist und man dadurch eine Pseudowichtigkeit vorgaukeln kann. Dies alles wird nur noch überboten durch die allerorts angebotene und verkonsumierte „to go“ Nahrung. To go. Zum Weglaufen! Grauselig. Ich bin mir und meiner Arbeit wert mich darum zu bemühen, das Mittagsessen in Ruhe einzunehmen. Gestärkt und motiviert gehe ich aus dieser kurzen Auszeit zurück an meinen Arbeitsplatz. Gut gelaunt schaffe ich viel mehr als missmutig im Sekundentakt auf das Ende des Arbeitstages zu schielen. Der Mittagswein ist für mich deshalb ein freundliches und erfreuliches Getränk. Es gibt ihn dort wo man sich im eigentlichen Sinne die Pause zu Nutze macht. Diesem kurzen Zeitfenster in der Mitte des Tages, in dem wir Energie tanken sollten für den Rest des Tages und welches nicht ausschließlich der häufig hektischen Nahrungsaufnahme dienen sollte. Alles bewusst genießen. Unser Körper und unsere Gesundheit dankt es uns. 

Mittags ist mir persönlich das auseinanderpflücken des Glas Weines nicht wichtig.  Ja, geradezu egal. Fruchtig muss es sein, aus einer bekannten und guten Gegend kommen und, wie heute, im Idealfall von einem wunderbaren Winzer. Es gibt ein Glas Merlot, rosé von Ralf Petgen, Weingut Ökonomierat Petgen-Dahm aus Perl.  Aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen und der idealen Bodenverhältnisse der saarländischen Obermosel sowie der herausragenden Arbeit des Winzers im Keller bringt das Weingut hervorragende, mehrfach überregional ausgezeichneten Weine in die Flaschen. So ist auch der Rosé Trinkspaß pur. Der Merlot ein bisschen auch Sommer in Frankreich im Glas.  Heute mein Mittagswein. Sonst auch mein Mädelswein. Mein Terrassenwein. Mein, Männer der passt auch für euch Wein. Mein Sommerwein. Mein, ach probiert ihn doch selbst! Ma(h)lzeit!

Mittwoch, 21. Juni 2017

Modern meets classic. Preisgekrönt!




Ich könnte jetzt natürlich anfangen indem ich sage, Männer, hört mehr auf eure Frauen! - Euch zu Ruhm und Ehr'. Natürlich fange ich nicht damit an. Ganz so, zugegebenermaßen, ist es ja auch nicht. Im Falle von Miriam Hannah und Thorsten Dick, preisgekrönter und gefragter Baukünstler, aber zu mindestens ein ganz kleines bisschen.

Thorsten Dick ist gelernter Tischlermeister mit Fortbildungen in Innenarchitektur und Design sowie Gründer einer Möbeldesign-Firma. Ok. So weit, so gut. Was aber ist ein „Baukünstler“? Miriam Hannah, Leiterin der Marketingabteilung und Lebensgefährtin Dick‘s hat es mir erklärt. „Thorsten“, so erzählte sie mir, „tat sich schwer mit der Bezeichnung Designer. Als reiner Handwerker sieht er sich aber auch nicht. So galt es eine entsprechende Berufsbezeichnung zu finden in der er sich wiederfand. Mit Baukünstler ist es uns gelungen. Beinhaltet dieser Begriff doch ebenso seine kreativen wie auch handwerklichen Fähigkeiten.“ Und beides zusammen, incl. der Frau im Haus, führten dann zu dem mehrfach ausgezeichneten Champagnerkühler „Delfazzo No. 5“.

Miriam, enttäuscht über die nicht wirkliche Auswahl an schönen Champagnerkühlern, bat ihn nämlich genau darum. Um einen schönen Champagnerkühler. Auch Thorsten Dick kommen, wie so vielen Kreativen, die besten Ideen nachts. Dann, wenn alles schläft und sie alleine sind mit sich und der Ruhe. Thorsten Dick verzog sich also in dieser Stille in seine Werkstatt - normalerweise entwirft und produziert er dort hauptsächlich Küchen und Bäder - skizierte, probierte und heraus kam der preisgekrönte Champagnerkühler. „Delfazzo No. 5“. Für die Damen: „No. 5“ ist übrigens nicht, wie ich interpretierte, in Anlehnung des Duft-Klassikers von Coco Chanel gewählt worden, sondern weißt die Anzahl der Flaschen auf, die im Kühler Platz finden. Ich finde das Zeug zum Klassiker hat der Kühler durch seine Verbindung von modern und classic aber auf jeden Fall.

Die Formen sind dem Stil der Glasvasen der Insel Murano, vor den Toren Venedigs liegend, nachempfunden. Der sogenannte Fazzoletto (ital. für Tuch) Stil entstand in den 1940er Jahren. An ein lässig dahingeworfenes Tuch erinnernd. Und ebenso wie ein dahingeworfenes Tuch ist auch die Form des Kühlers immer wieder leicht variierend.

Der Champagnerkühler wird in Handarbeit aus dem modernen Werkstoff Corian hergestellt. Corian ist, so der Hersteller DuPont, ein Verbandswerkstoff aus Gibbsit, einem ziemlich seltenen Mineral, Polymethylmethacrylat, Katalysatoren und weiteren Härtungsmitteln. Thorsten Dick gehört seit 2015 zu einem kleinen Kreis Quality Network Partners (QN) der Marke DuPont an. Corian ist ein Alleskönner, nachhaltig, vegan und in der Haptik wunderbar angenehm. Corian lässt sich bereits schon bei Temperaturen von ca. 140 Grad verarbeiten und speichert Wärme ebenso wie Kälte. 

Sternekoch Alexander Kunz aus Bliesen ließ sich für sein jährlich stattfindendes Alexander Kunz Theatre aus eben diesem Material Teller von Thorsten Dick designen und war begeistert wie lange sich die Speisen auf diesen Teller, da wärmespeichernd, warm halten ließen. So wie der Kühler umgekehrt kalt hält. Kalt ließ er aber nicht die Jurys des German Design Award sowie des Red Dot Design Awards. In der Kategorie „Special Mention“ des German Design Awards wurde er als „Winner 2017“ ausgezeichnet sowie mit dem „Iconic Interior Design Award“ geehrt. Verliehen wurde im auch der „Red Dot Design Award 2017“. Der preisgekrönte Kühler wird für ein Jahr im Museum in Essen zu sehen sein. Allerdings ohne Champagner… 

Den Champagnerkühler kann man bei www.digkdesign.com bestellen. Entweder, wie er dort im Online-Shop angeboten wird oder Thorsten Dick anschreiben und Farb- oder besondere Wünsche äußern. Denn nicht nur das Material ist flexibel. Thorsten Dick sagt, den Moment zu leben, heißt das Leben zu genießen. Und dazu trägt er gerne bei. Ich finde, ausgezeichnet bei!

Dienstag, 20. Juni 2017

amaï - AMAZING!







Ich finde Pop-up-Stores sind etwas Feines. Auch wenn heute häufig der Begriff missbraucht wird, gibt es sie noch, die echten Pop-up Stores. Kurz, exklusiv, besonders. Unlängst hatte Chanel einen, direkt am Carsch-Haus in Düsseldorf um ihren neuesten Lipgloss vorzustellen und im Sevens präsentierte sich amaï. Exklusiv und erstmalig in Deutschland. amaï. Ein besonderer Name, eine besondere Geschichte, ein besonderes Porzellangeschirr. Schmeichelnd und leicht liegt es in der Hand, beruhigt durch die Formen, das minimalistische Design und die modernen, zeitlosen Farben, das Auge und veredelt als zartes Behältnis nicht nur komplette Essen auf faszinierendste Art und Weise. amaiï bedeutet im Dialekt von Antwerpen so viel wie „WOW“.
Die beiden aus Belgien stammenden Designerinnen lernten sich 2011 in ihrer damaligen Wahlheimat Saigon kennen. Überwältigt von der bunten Vielfalt und tropischen Schönheit Vietnams war für sie schnell klar, es musste eine Verbindung geschaffen werden. Eine Verbindung zwischen westlichem Design und traditionellem süd-ostasischem Handwerk. Die Idee für amaï war geboren. Kaolin, ein feines, eisenfreies, weißes Gestein, ist Hauptbestandteil des eleganten Porzellangeschirrs, welches auch den Anspruch auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit befriedigt. Denn diese sind den Designerinnen Ina Stas und Ingrid Ploem wichtig. Ebenso wichtig wie die Produktionsstätte. amaï wird zu 100% durch einen sorgfältig ausgewählten Handwerksbetrieb in Handarbeit – ohne Kinderarbeit, mit fairer Bezahlung der Angestellten - in Vietnam gefertigt und durch den TÜV sowie Intertek getestet und zertifiziert.
In Deutschland ist amaï noch nicht lange auf dem Markt. Der Geheimtipp ist zurzeit ausschließlich über die Handelsagentur abodera zu beziehen. Christine Rosemann, Inhaberin von abodera, lernte die beiden Designerinnen bei einem ihrer zahlreichen Auslandsaufenthalte kennen. Ihre gleichen Ideale und Werte sind die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. So sagen sie nicht nur, sondern leben auch den Satz „Wir haben nur diese eine Erde und die gilt es nicht nur unseren Kindern zu erhalten“.
Das Geschirr ist trotz seiner Zartheit sehr robust und kann bedenkenlos in die Spülmaschine und – sofern man eine Mikrowelle nutzt – in die Mikrowelle. Ich muss allerdings, bevor ihr die Kontaktdaten jetzt lest, einen kleinen Warnhinweis aussprechen: ACHTUNG! Das Geschirr macht süchtig! Ich habe mich bereits infiziert. Mehr Informationen zur Geschichte, was es alles gibt und die Preise, eine Bowl XXS gibt es für € 6,90, bekommt ihr in Deutschland und Europa nur über www.abodera.com